Effiziente Zerstörung von PFAS und Spurenstoffen – chemikalienfrei, energieeffizient und vor Ort.

Eine Lösung unseres Mitglieds CiX GmbH, Leuchtturmgewinner 2025

Wasserreinigung ohne Chemikalien: Modular, effizient und skalierbar

Die Reinigungssysteme von CiX basieren auf einer neuartigen elektrochemischen Plattformtechnologie. Die Reinigungssysteme arbeiten ausschließlich mit elektrischem Strom - vollständig ohne den Einsatz zusätzlicher Chemikalien, Filtermaterialien oder externer Entsorgungsketten. Kern der Technologie sind neu entwickelte Diamantelektroden, die gezielt hochreaktive Prozesse im Wasser auslösen und selbst besonders stabile organische Verbindungen zuverlässig zerstören.

Durch den modularen Aufbau lassen sich die Systeme flexibel an unterschiedliche Belastungsprofile, Durchflussmengen und industrielle Anwendungen anpassen - von dezentralen oder mobilen Anlagen bis hin zu integrierten Lösungen für kontinuierliche Produktionsprozesse. Je nach Anwendung können einzelne Module kombiniert, skaliert oder nachgerüstet werden. Ein neuartiges Elektrodendesign reduziert dabei sowohl den Energieverbrauch als auch die Investitionskosten signifikant gegenüber bestehenden Lösungen.

Die CiX-Technologie ermöglicht unter anderem:

  • die Zerstörung organischer Spurenstoffe und Industriechemikalien
  • den nachgewiesenen Abbau von PFAS inklusive der besonders hartnäckigen kurz- und ultrakurzkettigen Verbindungen
  • die zuverlässige Inaktivierung von Mikroorganismen zur Keimfreihaltung von Wasserkreisläufen
  • die Entfärbung von Wässern aus Färbe- oder Recyclingprozessen
  • die Rückführung von gereinigtem Wasser in industrielle Kreisläufe

Die Systeme ermöglichen es Anwendern, Grenzwerte sicher einzuhalten, Entsorgungs- und Betriebskosten zu senken und Wasser im Kreislauf zu führen. Damit wird aus Abwasser eine wertvolle Ressource - und aus einer regulatorischen Pflicht ein wirtschaftlicher und ökologischer Vorteil.

Vom Forschungsdurchbruch zur industriellen Anwendung

Industrieunternehmen aus Chemie, Pharma, Textil, Halbleiterfertigung oder Metallverarbeitung stehen zunehmend vor einem gemeinsamen Problem: Schadstoffe im Prozess- und Abwasser verhindern die Wiederverwendung von Wasser, erschweren die Einhaltung gesetzlicher Grenzwerte und führen zu hohen Kosten für Additive, Filtermedien und Entsorgung. Besonders problematisch sind per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS), die als „Ewigkeitschemikalien“ gelten und für die es bislang keine praxistauglichen Lösungen zur vor-Ort-Zerstörung gibt.

CiX adressiert diese Ausgangslage mit einer skalierbaren, modularen Plattformtechnologie, die industrielle Wasserströme direkt vor Ort behandelt. Die CiX GmbH ist eine Ausgründung der Friedrich- Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und entwickelt eine neue Generation von Wasserreinigungssystemen. Das Unternehmen ging aus Forschungsarbeit der Gründer hervor und wurde durch den EXIST-Forschungstransfer des Bundesministeriums für Wirtschaft gefördert.

Ziel ist es, industrielle Abwässer nicht nur zu reinigen und so Unternehmen bei der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben zu unterstützen, sondern Wasser als Ressource im Kreislauf nutzbar zu machen - effizient, chemikalienfrei und direkt am Entstehungsort.

Made in Germany: Skalierbare Innovation mit globaler Leuchtturmwirkung

Das Projekt leistet einen direkten Beitrag zum Schutz von Gewässern und Trinkwasserressourcen. Durch die Zerstörung persistenter Schadstoffe werden Umweltbelastungen langfristig reduziert.

Gleichzeitig ermöglicht die Technologie eine ressourcenschonende Kreislaufführung von Wasser und trägt zur Erreichung nationaler und europäischer Umweltziele bei. Die chemikalienfreie Betriebsweise erhöht zudem die Sicherheit für Personal und Umwelt. Gleichzeitig wurde das bislang übliche Substratmaterial Niob - ein seltenes, global gehandeltes und als Konfliktmaterial eingestuftes Schwermetall - durch eine regionale Hochleistungskeramik ersetzt. Diese ist nicht nur kostengünstiger, sondern stärkt auch regionale Wertschöpfungsketten und Versorgungssicherheit.

CiX zeigt damit, dass internationale Wettbewerbsfähigkeit nicht durch Verlagerung von Arbeitsplätzen oder Preisdumping entsteht, sondern durch Ideenreichtum, Ingenieurskunst und technologische Exzellenz. Entwicklung, Prototypenbau und Systemfertigung erfolgen in Bayern, in enger Zusammenarbeit mit der FAU und regionalen Industriepartnern.

Als Leuchtturmprojekt des Umweltcluster Bayern steht CiX für eine neue Generation nachhaltiger Industrietechnologie: lokal entwickelt, global skalierbar und darauf ausgelegt, einen messbaren Beitrag zur Wasserwende, zum Ressourcenschutz und zur Stärkung des Innovationsstandorts Bayern zu leisten.

Ausgezeichnet als Umweltcluster Leuchtturmprojekt 2025

Das Umweltcluster Leuchtturmprojekt 2025 zeichnet CiX Entwicklung einer energieeffizienten, modularen Plattformtechnologie zur Zerstörung von PFAS und organischen Schadstoffen in Abwässern aus. Das Projekt verbindet bayerische Forschungskompetenz mit industrieller Anwendung und schafft die Grundlage für nachhaltige Wasserkreisläufe in der Industrie.

Leuchtturmgewinner 2025 CiX

Informationsmaterial

Flyer "Leuchtturmprojekt-Gewinner: Nachhaltige Behandlung Schadstoff-belasteter Wässer" (PDF)

Weitere Informationen

Pressemitteilung November 2025: Auszeichnung Leuchtturmprojekt 2025 für das Start-Up CiX (Link zur Pressebox)

Beitrag: Der Umweltcluster gratuliert dem Leuchtturmgewinner 2025 - Auszeichnung für das Start-Up CiX

Umweltcluster Leuchtturmprojekt